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Sonntag, 26. August 2012

Es geht auf die Zielgerade

So am Mittwoch geht es endlich los. Langsam wurde ich dann doch etwas hibbelig, ein Monat ist schon eine lange Zeit.
Gestern habe ich die letzten Besorgungen gemacht und endlich mal die Gastgeschenke besorgt: Haribo, Milka, Ritter Sport, ein deutsches Kochbuch auf spanisch, ein Riesenspringseil, eine Weltkarte auf Englisch, ein Europapuzzle und Souvenirs aus Hamburg. Ich hoffe sie kommen gut an. Das meiste ist eigentlich für das Projekt, da ich nicht glaube, dass wir in einer Gastfamilie untergebracht sind. Warum? Naja die letzten Freiwilligen die in dem Projekt waren hatten am Anfang auch keine und haben sich eigenständig eine besorgt und viele andere Freiwillige die mit mir in die Dominikanische fahren haben schon Kontakt zu ihren neuen Familien. Ich bin aber nicht traurig darüber, alles hat halt so seine Vor- und Nachteile: einerseits lernt man in der Gastfamilie schneller spanisch, man muss sich nicht um das Essen kümmern und kann eventuell Ausflüge mit der Familie machen. Andererseits lernt man in einer eigenen kleinen Wohnung eigenständiger zu sein,da man selbst für den Haushalt zuständig ist. Man muss auch nicht immer fragen, ob man mal länger aus bleiben oder alleine verreisen kann. Es wäre mal etwas ganz neues und spanisch kann ich ja auch schon. 
Naja wie es auch kommen mag, es wird gut. 

Mein Visum ist auch endlich gekommen, es läuft aber leider schon Mitte August 2013 aus, sodass ich wohl nicht exakt 12 Monate bleiben kann. Es ist total bunt und passt schon sehr gut zu dem Bild, welches ich von der Dominikanischen bisher habe. 


Es heißt nun zum zweiten Mal Abschied nehmen von Familie und Freunden und dieses Mal wirklich für ein ganzes Jahr.


Montag, 13. August 2012

Abflug verschoben

Da es bei uns in der Gruppe Probleme mit den Visa gab und die Dominikanische Republik ja nun auch nicht von der schnellen Sorte ist was Bürokram angeht, hat sich unser Flug vom 10.8. auf den 29.8. verschoben.
Das bedeutet alles wieder raus aus den Koffern und noch ein wenig chillaxen. Gleichzeitig werde ich die Zeit nutzen noch ein wenig zu arbeiten, aufzuräumen und noch die letzten Besorgungen tätigen. Außerdem werde ich versuchen noch so viel wie möglich Auto zu fahren, da ich das ja das ganze nächste Jahr nicht mehr tun darf.
Auch mit der Familie versuche ich noch so viel wie möglich zu unternehmen. Mit meiner Schwester habe ich vor kurzem einen Wellness-Abend eingeschoben und gestern waren wir noch einmal alle gemeinsam am Strand. Leider ist dieses am Strand liegen und ein Buch lesen einfach nichts mehr für mich. Ich brauch irgendwie Aktion, was kein Wunder nach nun fast 2 Monaten Urlaub ist. Da der Gang ins Wasser jedoch eher einem Kneippbad glich als einem Badespaß, konnte ich mich auch dort nicht richtig austoben und so beschäftigte ich mich mit meinem alten aber noch super süßem Hund Lotte, Strandspaziergängen und Sudoku. Am frühen Abend sind wir dann noch in eine sehr gemütliche Strandbar gegangen und haben Cocktails getrunken.


Mittwoch, 27. Juni 2012

Abschied nehmen


Das Leben ist wie ein Hindernisparkour mit einem Unterschied zu dem, den wir aus unserer Kindheit kennen: es gibt verschiedene Abzweigungen. 

Die Frage ist nun welchen Weg wir nehmen und was es dort für Überraschungen gibt. Wird der Weg einfach oder schwierig sein. Ist er nur kurz oder verlängert er sich plötzlich. Vor jeder Abzweigung erwartet uns ein riesiges Hindernis: das Abschied nehmen. Abschied von dem Weg auf dem wir schon die ganze Zeit gelaufen sind und an dem wir jedes Detail lieben gelernt haben. Gleichzeitig nehmen wir auch von dem Weg Abschied, den wir nicht auswählen. Wäre er besser gewesen? 

Wir müssen uns entscheiden. Ewig warten können wir nicht und auch umkehren geht nicht.

Doch was wäre das Leben ohne diese ganzen Herausforderungen und Hindernisse. Er wäre trostlos und langweilig wie ein langer Tunnel, in dem wir uns nichts weiter als auf den Ausgang konzentrieren. 

Man muss sich auf das Unbekannte einlassen. Sich sogar darauf freuen, denn nur das Unbekannte macht das Leben so aufregend und lebenswert.