Dienstag, 15. Januar 2013

Weihnachtspaket



So viel Deutschland. So viel Heimat. So viel Weihnachtsstimmung. So viele Erinnerungen. So viel Zuhause. 
Ich liebe meine Familie!

Sonntag, 13. Januar 2013

Zum Thema Tiere

Ich weiß nicht was diese ganzen Riesenspinnen unter meiner Kommode suchen, die Kakerlaken in meiner Toilette und warum es eine Ameisenstraße vom Fenster bis zum Waschbecken gibt habe ich auch noch nicht ganz rausgefunden. Eins weiß ich jedoch: Tiere lieben meinen Laptop. Ob es nun die Katze, Ameisen oder Moskitos sind, alle fahren total auf ihn ab!
Hinzukommend sind die Insekten hier nicht winzig klein wie in Deutschland, sondern mindestens dreimal so groß. Motten sind hier eher schwarze Riesenschmetterlinge, Spinnen ähneln  dem Schatten einer Handfläche und Mücken werden zu blutgierigen Fliegen die es hier das ganze Jahr über gibt. Pferde sind kein Kuscheltierersatz für 10 jährige Mädchen, sondern richtige Nutztiere wie Kuh und Esel. 
Hunde werden meist falsch eingeschätzt. So mahnten mich schon etliche Besitzer, dass ihr Hund gefährlich sei und beißt. Die Hunde hingegen waren dann zahm wie Lämmer, die einfach nur Spielen wollten. Vorsichtig muss man jedoch mit den Straßenhunden sein, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Einige haben schreckliche Angst, andere jedoch fangen an zu beißen wenn es um Revierverteidigung geht. 
Welpen werden an Ampeln verkauft. Hasen werden in winziger Käfigen gehalten um sie später zu schlachten. Und vor Fröschen haben hier die meisten solch eine Angst wie wir vor Vogelspinnen.  Hühner werden in den Bussen genauso oft transportiert wie kleine Chihuahua in New York oder Paris. Schafe werden hier schnell mal in Säcke gesteckt und mit dem nächsten Moped transportiert.



Sonntag, 6. Januar 2013

Atlantiktrip IV

Samaná



 
Am 3.1. verließen wir Rio San Juan schon wieder und saßen in der Guagua nach Samana, die Halbinsel der Dominikanischen Republik mit den schönsten Stränden. 
Zunächst wollten wir "Las Galeras" kennen lernen. Eine kleine Stadt ganz an der letzten Spitze der Halbinsel. 


Dort habe ich am Playa „Playita“ den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens erlebt: das türkisfarbene Wasser und der hellblaue Himmel hatte sich golden gefärbt, die grünen Berge erschienen lila und die Sonne leuchtete rot mit letzter Kraft durch die Palmenblätter.

Am nächsten Tag sind wir mit einem kleinem Boot zum „Playa Rincon“ gefahren. Einer der schönsten 10 Strände der Karibik. Es war ein wirklich schöner Strand mitten in einer Bucht, mit fast weißem Sand, türkisem Wasser und Korallenriffen, wo ich mit der Taucherbrille von Robin die buntesten und urkomischsten Fische beobachten konnte. 


Doch nicht alles war perfekt an diesem Tag. So wie an den meisten karibischen Stränden findet man wenn man sich etwas vom touristischem Bereich entfernt haufenweise Müll, der von dem Menschen einfach ins Wasser geschmissen und dann angespült wird.
Außerdem machen die Dominikaner dort ein riesiges Geschäft mit den Touristen. In las Galeras sind nämlich alle schönen Strände etwas weiter entfernt und am Besten mit den Booten zu erreichen. (Bitte zahlt niemals mehr als 10€ pro Person)

Am 5.1. Haben wir noch einen Tagesstop in Samana Stadt eingelegt wo es eine kleine Insel gibt, die man über eine Brücke gut erreichen kann. Die Stadt ist sehr hübsch, da sie kleine bunte Häuser im Kolonialstil zu bieten hat und auch die Promenade relativ sauber ist. Doch auch dort verstehen die Händler ihr Handwerk und haben Robin beim Kauf eines Geschenkes ganz schön über den Tisch gezogen und den dreifachen Preis verlangt. Am Abend habe ich noch eine Austauschschülerin von AFS getroffen und am nächsten Tag ging es dann im völlig überfüllten Bus zurück nach Las Matas. 



Als Fazit kann ich sagen: Der Urlaub hat sich mehr als gelohnt und mir sehr gut getan. Noch Tage später habe ich kleine Korallensplitter in meinen Füßen entdeckt, die mich an das Erlebte positiv erinnerten. Ich hätte keine bessere Verwendung meines Weihnachtsgeldes finden können und möchte mich deshalb an dieser Stelle noch einmal bei meinen Verwandten daheim bedanken. 

Ich bin schon gespannt was mich im Jahr 2013 noch so alles erwartet.



Mittwoch, 2. Januar 2013

Atlantiktrip III

Cabarete & Rio San Juan


Ich glaube ich hatte noch nie so einen tollen Neujahrstag wie diesen. 

Ich bin um 9 aufgestanden und zum Surferstrand gefahren. Dort habe ich den ganzen Tag verbracht und gesurft, umsonst! In meinen Pausen habe ich mich mit den super netten Dominikanern und Ausländern unterhalten oder frische Ananas gegessen. 

Den ganzen Tag über war der Himmel mit Wolken überzogen was mir sehr gut passte. Den ersten kurzen Regenschauer verbrachte ich in der Surfschule. Dort saß ich mit etwa 15 anderen Menschen. Alle waren super nett und man unterhielt sich über Gott und die Welt. Am schönsten fand ich in dem Moment den Geruch nach Neopren, Nässe, Salz und Sand. Im Hintergrund spielte leise Reggaemusik die von dem Geräusch der Wellen noch unterstützt wurde. 
Als etwas später ein zweiter Regenschauer über uns einbrach saß ich gerade auf dem Surfbrett. Ich glaube ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt wie in diesem Augenblick. Ich war schon total erledigt, da die See sehr unruhig war und mich die letzte Welle hart erwischt hatte. Und doch war ich so glücklich wie noch nie.
Am Ende wurde es dann aber doch zu gefährlich um zu surfen und so versammelten sich alle in der Strandbar und haben getanzt, gelacht und einfach nur das Leben genossen.


Am nächsten Morgen ging für uns dann die Reise weiter gen Osten nach Rio San Juan. Dort haben wir mal wieder alles mitgenommen was ging: Hotel mit Meerblick, Bootsfahrt durch eine Lagune und die zwei schönsten Strände der Gegend. 



Am schönsten war der Strand „Playa Grande“, denn er war unglaublich weitläufig und ordentlich. Dort waren nicht nur Surfer und Justin James unterwegs, sondern auch einige Freiwillige vom GIZ die wir bei dem deutschen Essen in der Botschaft im Dezember kennen gelernt hatten. 


Am Abend saß ich dann mit einem kühlen Bier auf unserer Hotelterasse, atmete die Meeresbrise ein, sah die Sternschnuppen vorbeiziehen und ließ mir von Jon McLaughlin und Lifehouse den Moment versüßen.

Montag, 31. Dezember 2012

Atlantiktrip II

Cabarete


Ich habe mich unsterblich in Cabarete verliebt! Diese Stadt mit all ihrem Charme erinnert mich stark an Lacanau oder Puerto Escondido. 


Den 30.12. haben wir am direkten Strand von Cabarete verbracht. Doch da Robin und ich beide nicht so die Freunde vom faulen rumliegen sind haben wir uns glatt Beachball-Schläger und ein Surfbrett von anderen Strandbesuchern geliehen. Auf dem Surfbrett haben wir uns dann im Stehpaddeln geübt.  Hört sich leicht an? Ist aber super schwer! Das Brett liegt nämlich total unruhig auf dem Wasser und so habe ich die meiste Zeit damit verbracht mein Gleichgewicht zu halten als zu paddeln. 



Am Abend haben wir uns dann noch in eine Strandbar gesetzt, wo gerade der Sänger Justin James eine Live-Performance gab. Der Sänger war unglaublich gut. Er saß da einfach mit seiner Gitarre, mit den Füßen im Sand und ließ die ganze Welt etwas langsamer drehen. Jedem gecovertem Song verlieh er seine eigene Note und seine eigenen Kompositionen strahlten eine Ruhe und Heiterkeit aus wie ich es nie erlebt habe. Die Umgebung dazu war perfekt: Lampions hingen von Palme zu Palme über meinem Kopf, das Meer rauschte im Hintergrund, der Vollmond schien durch die Palmenblätter, Sand rieselte durch meine Zehen und vor mir stand ein kühler Erdbeer-Cocktail. 

Nun war es also so weit. Das Jahr neigte sich dem Ende zu. 
Am letzten Tag des Jahres 2012 wollten Robin und ich am Surferstrand verbringen, der etwas außerhalb von Cabarete liegt. Eigentlich wollten wir einfach ein Motoconcho dahin nehmen. Der Fahrer lies uns aber irgendwo raus und meinte: „Hier kommt ihr zum Strand, ihr könnt ganz einfach zu Fuß zu dem Surferstrand gelangen“ Ja so nah war der dann doch nicht und wir mussten noch länger als eine Stunde laufen. Das war aber halb so wild weil der Strand an dem wir gelaufen sind super schön war und auch die Sonne nicht so knallte wie an den vergangenen Tagen. 



Der Surferstrand war klasse, denn er strahlte eine noch andere Atmosphäre aus als das Zentrum in Cabarete. 
Die Surfschulen befanden sich in Holzhütten und man konnte frischen Fisch, Salate und Früchteteller an einer kleinen schnuckeligen Bar bestellen. Alle Menschen dort strahlten eine natürliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Eigentlich wollte ich an dem Tag gar nicht mehr surfen gehen, weil es doch schon Recht spät war und ich nicht so viel Geld ausgeben wollte. Doch schon wieder hatte Fortuna andere Pläne für mich: in der Surfschule traf ich auf eine Niederländerin und ihren dominikanischen Freund, die ich bereits von unserem ersten Abend kannte. Sie meinten die Wellen wären heute perfekt für Anfänger wie mich und ich solle mir einfach ein Board schnappen und wenigstens für eine halbe Stunde rein gehen. Gesagt getan!  Leider habe ich es versäumt mir ein T-Shirt überzuziehen und auch, dass der ganze Boden voller Korallen war wusste ich nicht. Deshalb musste ich immer wieder darauf achten, dass mein Bikini nicht davon schwamm und ich nicht auf eine spitze Koralle trat. Trotzdem hat es so unglaublich viel Spaß gemacht und ich war gar nicht mal so schlecht wie ich es vorher annahm.

Nachdem wir uns im Hostel wieder frisch gemacht hatten, setzten wir uns nach draußen an den Pool um nach deutscher Zeit schon einmal mit einem Wein mit ein paar Amerikanern, Dominikanern und einer Belgierin auf das neue Jahr anzustoßen. Danach ging es zur Feier des Tages in ein deutsches Restaurant wo ich Nürnberger mit Bratkartoffeln und einem Bitburger hatte. (Soo lecker!)
Danach ging es mit einem Sekt bewaffnet an den Strand. Um Punkt 12 Uhr wollten wir eigentlich den Korken knallen lassen. Doch was passierte etwa 3 Minuten vor 12? Der Korken löste sich nachdem wir das Plastikhäupchen gelöst hatten von ganz alleine. Da ich aber nicht einfach so da stehen wollte wenn das neue Jahr beginnt, lief ich kurzerhand um Punkt 12 in den warmen Atlantik. Von dort aus betrachtete ich dann das schöne aber sehr kurze Feuerwerk. Anschließend wurde natürlich in den Strandbars gefeiert. 
Am schönsten fand ich es, als es ein wenig anfing zu regnen und ich mit einem Kanadier auf der Terrasse stand und mich mit ihm über Musik, Surfen und die Karibik unterhielt. Um 3 Uhr morgens bin ich dann aber auch schon wieder zurück ins Hotel, da ich am nächsten Morgen früh aufstehen wollte.